10 Jahre Business Process Outsourcing
![]() | |
Die faszinierende Möglichkeit, einen weltweit tätigen Konzern reibungslos und rasch umzubauen, basiert auf internen Strukturen, die Bayer und heute Bayer Business Services in den vergangenen zehn Jahren aufgebaut haben – es waren die Anfänge des Business Process Outsourcings.
Die Veränderung begann mit einer neuen Perspektive auf die Arbeitsabläufe innerhalb eines Unternehmens. Man sah darin Prozesse, die sich in allen Unternehmen mehr oder weniger gleichen und die sich in standardisierter Software abbilden lassen. Zugleich machte die Informationstechnologie rasante Fortschritte, sodass die Strukturen, die die Anwendungen widerspiegelten, immer komplexer und immer engmaschiger vernetzt werden konnten.
Beide Entwicklungen verschafften den Unternehmen die Freiräume, darüber nachzudenken, welche Tätigkeiten man selbst ausführt und wo spezialisierte Anbieter gesucht werden, die bestimmte Vorgänge mit einer größeren Effizienz erledigen können. Damit ist das strategische Feld umrissen, in dem sich Bayer Business Services heute bewegt.
Bayer hat die Idee, Unternehmensvorgänge in standardisierten Prozessen ablaufen zu lassen, von Anfang an intensiv verfolgt. Die Kompetenz, über die Bayer Business Services heute in allen Fragen des Business Process Outsourcings verfügt, beruht darauf, dass diese Entwicklung über den gesamten Zeitraum aktiv mitgestaltet wurde.
Dr. Horstfried Läpple, heute Landessprecher von Bayer in Brasilien, war damals federführend an der Einführung standardisierter Software beteiligt. Das Projekt firmierte bei Bayer intern unter dem Kürzel PMB (Program Management Bayer). Läpple: „Mit diesem Projekt begann Bayer Mitte der 90-er Jahre, Prozesse zu standardisieren. Das Unternehmen hat dadurch einen Quantensprung gemacht. Das zahlt sich heute aus.“
Vorher hatte Bayer, wie die meisten anderen Unternehmen auch, Eigenentwicklungen genutzt. Diese Programme waren ans Ende ihres Lebenszyklus gelangt, sodass eine grundsätzliche Entscheidung gefällt werden musste. Sie lautete: In den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen sowie in der Logistik sollten die Prozesse weltweit nach einem Standard ablaufen.
Als Bayer sich 2001 neu organisierte (in eine Holding, Teilkonzerne und Servicegesellschaften), war das Projekt abgeschlossen. In Spitzenzeiten waren bis zu 1400 Mitarbeiter daran beteiligt. Die große Kompetenz, die Bayer Business Services heute im Umgang mit den SAP-Systemen hat, liegt darin begründet, dass viele Entwicklungen in dieser Zeit gemeinsam mit SAP vorangetrieben worden sind. Diese Partnerschaft ist im Laufe der Zeit immer intensiver geworden.
Bayer ist als einer der ersten Konzerne weltweit diesen Weg gegangen. Es gibt kaum ein Unternehmen, das SAP so umfassend implementiert hat. Die Entwicklung, die das Business Process Outsourcing in den vergangenen zehn Jahren gemacht hat, lässt sich am besten mit dem Übergang vom Handwerk zur Industrie beschreiben. Services und IT sind heute eine Industrie geworden.
Prozesse laufen standardisiert ab, die Anwendungen, die dahinter stehen, ebenfalls. Über den Markterfolg entscheidet jetzt in erster Linie der Faktor Wettbewerbsfähigkeit. Mit seiner Arbeit hat Bayer Business Services den Beweis angetreten, dass man an der Spitze mitspielt.




zum Download Center